Der Gummibär

 

 Es war einmal ein Gummibär,

 der wollte nicht zum Militär,

 er sagte: Gott behüte,

 kommt garnicht in die Tüte.

 

 Er warf sein Gummischießgewehr

 schnell weg, dann lief er kreuz und quer

 um viele Gummiecken,

 er wollte sich verstecken.

 

Auf seiner Flucht, da kam er bald

 in einen grünen Gummiwald

 mit vielen Gummibäumen,

 dort fing er an zu träumen.

 

Von einer Gummibärenfrau,

 Gummikindern- und Wau-Wau,

 und daß die ganze Erde

 sehr bald zu Gummi werde.

 

 Sein Traum, der wurde Wirklichkeit,

 und so begann die Gummizeit,

 da freute sich das Bärchen,

 so endet dieses Märchen.

...

 

Kaugummi kaun

 

 Kau-Kau-Kaugummi kaun,

 Kau-Kau-Kaugummi kaun.

 Manche spielen stundenlang auf dem Klavier,

 andre haben Spaß daran und rascheln mit Papier,

 ich mag weder dies noch das noch will ich Äppel klaun,

 was ich am liebsten mag, ist Kaugummi kaun.

 

 Was soll ich allein auf dem Mond oder Mars,

 denn da finde ich bloß ein paar Steine und das war´s,

 für mich gibt´s keinen Grund, von der Erde abzuhaun,

 nein, ich bleib, denn hier kann ich Kaugummi kaun.

 

 Ihr könnt mit mir machen, was ihr wollt,

 und wenn ihr auch grummelt, und wenn ihr auch grollt,

 ihr könnt mich in die Wüste schicken und sogar verhaun,

 doch ich werd nicht aufhören, Kaugummi zu kaun.

 

 Kau-Kau-Kaugummi kaun,

Kau-Kau-Kaugummi kaun.

 Ja, ich kau so lange, bis ich nicht mehr kann,

 dann kleb ich meinen Kaugummi irgendwo an,

 unter Stühlen, Bänken, Tischen solltet ihr mal schaun,

 was ich am liebsten mag, ist Kaugummi kaun.

 

 Ihr könnt mit mir machen, was ihr wollt,

 und wenn ihr auch grummelt, und wenn ihr auch grollt,

 ihr könnt mich in die Wüste schicken und sogar verhaun,

 doch ich werd nicht aufhören, Kaugummi zu kaun.

 

...

 

Du fehlst mir so wie der Knopf an meiner Jacke

 

 Wir waren unzertrennlich, und für mich war klar,

 aus uns wird später mal ein schönes Liebespaar,

 wir wohnten beide Tür an Tür im gleichen Haus,

 wir mochten uns gut leiden, doch dann dann zog sie aus.

 Einen Knopf von meiner Jacke hab ich ihr geschenkt,

 weil sie dann noch hundert lange Jahre an mich denkt.

 

 Du fehlst mir so

 wie der Knopf an meiner Jacke,

 wie der Wind in meinen Haaren

 und der Käse auf dem Brot.

 Und ich werd nicht mehr froh,

 weil ich dich verloren habe,

 und ich seh dich nie mehr wieder,

 und ich wär am liebsten tot.

 Mausetot.

 

 Ich glaube, dass ich sie nie mehr vergessen kann,

 sie hatte immer zwei verkehrte Strümpfe an,

 ich baute ihr ´ne wunderschöne Burg aus Sand,

 und gingen wir spazieren, hielt ich ihre Hand.

 Hat sie mich mit ihren Kulleraugen angesehn,

 sprang mein Herz im Dreieck, und es war um mich geschehn.

 

 Du fehlst mir so

 wie der Knopf an meiner Jacke,

 wie der Wind in meinen Haaren

 und der Käse auf dem Brot.

 Und ich werd nicht mehr froh,

 weil ich dich verloren habe,

 und ich seh dich nie mehr wieder,

 und ich wär am liebsten tot.

 Mausetot.

 

 Wir waren unzertrennlich, einen Sommer lang,

 dann ist sie fortgezogen, und ich bin ganz krank,

 die Mädchen dürfen heulen, Jungen leider nicht,

 doch ich hab trotzdem ein paar Tränen im Gesicht.

 Einen Knopf von meiner Jacke hab ich ihr geschenkt,

 weil sie dann noch hundert lange Jahre an mich denkt.

 

 Du fehlst mir so

 wie der Knopf an meiner Jacke,

 wie der Wind in meinen Haaren

 und der Käse auf dem Brot.

 Und ich werd nicht mehr froh,

 weil ich dich verloren habe,

 und ich seh dich nie mehr wieder,

 und ich wär am liebsten tot.

 Mausetot.

...

 alle Texte copyright by siegfried schreck